3. November 2020

„AUS- UND WEITERBILDUNG MUSS AUF DIE TAGESORDNUNG!“

Berliner Bildungsträger BFT und SFT richten Appell an die Branche

Berlin, 3. November 2020

Die Situation der Aus- und Erwachsenenbildung im Tourismus und Luftverkehr kommt in der aktuellen Corona-Lage zu kurz – das ist das Fazit von Renate Erbert, Geschäftsführerin der BFT Berufsschule für Tourismus gGmbH in Berlin und der SFT Schule für Tourismus Berlin GmbH. Schon jetzt sei es schwierig, Praktikumsplätze zu akquirieren für Um- oder Berufsschüler/innen, die bereits vor der Pandemie ihre Ausbildung begonnen haben. Politik und Verbände schenkten diesen aktuellen Herausforderungen zu wenig Beachtung, so Erbert weiter. So sei beispielsweise auch nach aktuellem Programmentwurf der DRV-Jahrestagung zu befürchten, dass das Thema dort keine angemessene Berücksichtigung finde.

„Vor der Corona-Pandemie war das Wort Fachkräftemangel in aller Munde. Doch wie sieht die Perspektive angesichts der nächsten Lockdown-Wochen aus? Diese Diskussion findet aktuell kaum statt“, bemängelt Renate Erbert. Sie sei stolz, dass die BFT-Partnerunternehmen trotz der großen Herausforderungen die duale Ausbildung bislang aufrecht halten. Sorge bereite ihr jedoch aktuell, dass es sowohl in Berlin als auch bundesweit enorm schwierig sei, Flughafen-Praktikumsplätze für angehende Servicekaufleute im Luftverkehr zu finden – sowohl für Berufsschüler/innen als auch für Umschüler/innen.

„Wir benötigen das aktive Bekenntnis zur Fortführung der Aus- und Weiterbildung, auch unter den erschwerten Bedingungen der Kurzarbeit“, fordert die Geschäftsführerin die Organisationen der Luftverkehrs- und Tourismusbranche zur Unterstützung auf. Die Investition in die Zukunft sei jetzt sinnvoll, um bei einem Anziehen der Nachfrage schnell gut ausgebildetes Personal einstellen zu können. Auch von den Industrie- und Handelskammern wünscht sich Erbert angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen mehr Entgegenkommen, beispielsweise durch die Anerkennung verkürzter Praktikumszeiten.

„Es ist dramatisch, dass die Berufsausbildung aufgrund der aktuell schwierigen Lage stagnieren wird“, sagt Erbert. Daher hat sich die BFT entschieden, die im Januar beginnenden Ausbildungsjahrgänge für Kaufleute für Tourismus und Freizeit (KTF) und Tourismuskaufleute (TMK) zunächst zu pausieren. Ein flexibler Einstieg in die aktuellen Ausbildungsklassen ist jedoch jederzeit möglich.

 

Über die Unternehmen: Die BFT Berufsschule für Tourismus gGmbH und die SFT Schule für Tourismus Berlin GmbH zählen zu den wichtigsten privaten Bildungsunternehmen der Branche. Während sich die SFT auf die Erwachsenenbildung konzentriert, bietet die BFT als staatlich anerkannte Ersatzschule sowie Ergänzungsschule duale und schulische berufliche Erstausbildungen an.

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Katrin Schäfer

schaefer
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